Monika Baukloh
Die märkische SPD, hier vertreten durch den Unterbezirksvorsitzenden und Landtagsgeordneten Michael Scheffler und den Lüdenscheider MdL und Stadtverbandsvorsitzenden Gordan Dudas, will die 37-jährige Kiersperin Monika Baukloh ins Rennen um die Bundestagskandidatur schicken. Foto: Wolfgng Teipel

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Die 37-jährige Monika Baukloh soll für die märkische SPD ins Rennen für die Bundestagskandidatur im Wahlkreis Olpe/Märkischer Kreis II gehen. Die 2. Stellvertretende Kiersper Bürgermeisterin, Ratsfrau und Ortsvereinsvorsitzende hat im märki9schen Kreis eine breite Mehrheit hinter sich. Ob das zur Nominierung reicht, wird sich am 6. Dezember herausstellen. Dann wählen die Delegierten aus dem beiden SPD-Unterbezirken Märkischer Kreis und Olpe den oder die Kandidatin für die Bundestagswahl 2017.

Die schlechten Umfragewerte für ihre Partei schrecken die 37-jährige Kiersperin nicht. „Gemeinsam fallen, gemeinsam aufstehen“ – diesen Satz des kürzlich verstorbenen Kiersper SPD-Urgesteins Günter Riedel hat sie sich zu Herzen genommen. „Außerdem kommt manchmal alles auch ganz anders“, sagte SPD-Unterbezirksvorsitzender Michael Scheffler am Dienstag bei der Vorstellung der märkischen Kandidatin. Bestes Beispiel sei die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Dort sei die SPD zuvor in den Umfragen auch abgeschlagen gewesen. Jetzt sei die SPD-Frau Malu Dreyer Ministerpräsidentin.

„Ich lebe gern in Südwestfalen“

„Ich lebe gern in Südwestfalen“, bekannte Monika Baukloh am Dienstag. Deshalb schaue sie genau hin und wisse, was gut und was schlecht laufe. Als Hauptaufgabengebiet habe sie daher das Themenfeld Kinder, Jugend und Familie ausgewählt. „Südwestfalen hat viele Arbeitsplätze aber Fachkräfte fehlen.“ Das müsse sich ändern. Junge Leute zögen in die Unistädte, weil es an guten Nah- und Fernverkehrsverbindungen mangele. Auch das dürfe nicht sei. Ebenso müsse verhindert werden, dass junge Familien die Region verließen, weil ausreichend flexible Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder fehlten.

Auftritt als starke Stimme der Region

Außerdem müsse die Kulturarbeit im ländlichen Raum gestärkt werden. Monika Baukloh fordert auch mehr Unterstützung fürs Ehrenamt bei der Betreuung in Integration für Asylbewerber. „Sie werden es sein, die ihre Kinder in unsere Tagestätten und Schulen schicken.“ Außerdem: „Die Arbeit hier muss sich für die lohnen“, erteilt die der Leiharbeit eine klare Absage. „Zukunft gestalten und dabei die Vergangenheit nicht vergessen“ – so formuliert es die Kiersper Sozialdemokratin in einem Statement zu ihrer Kandidatur. Sie wolle als starke Stimme der Region auftreten.

Entscheidung am 6. Dezember

„Ich freue mich, dass Monika Baukloh sich bereit erklärt hat, ihren Hut in den Ring zu werfen und sich um die Nachfolge von Petra Crone als Kandidatin für den Deutschen Bundestag bewerben wird“, erklärte Michael Scheffler, Unterbezirksvorsitzender der SPD im Märkischen Kreis. Ihre Bewerbung sei das Ergebnis eines intensiv angelegten Dialogs mit allen SPD-Ortsvereinen. Lüdenscheids SPD-Stadtverbandsvorsitzender und Landtagsabgeordneter sagte am Dienstag: „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit Monika Baukloh auf unserer gemeinsamen Wahlkreiskonferenz mit dem Unterbezirk Olpe am 6. Dezember eine gute Chance haben, die nächste Bundestagskandidatin für unsere Region zu stellen.“

Möglicherweise wird bei dieser Versammlung die Lüdenscheider Rechtsanwältin Katja Kirmizikan gegen Monika Baukloh antreten. Bereits bei seiner Jahreshauptversammlung Anfang Mai machte sich der Ortsverein Olpe für ihre Kandidatur stark. Die 49-jährige Rechtsanwältin ist Mitglied des SPD-Landesvorstandes und war eine Zeit lang im SPD-Unterbezirk Märkischer Kreis aktiv. Jetzt engagiert sie sich im Kreis Olpe. Michael Scheffler erklärte am Dienstag, das Nominierungsverfahren im SPD-Unterbezirk Olpe sei noch nicht abgeschlossen.

Bis zum 6. Dezember wird Monika Baukloh die Ortsvereine in den beiden Unterbezirken besuchen und für ihre Kandidatur werben. „Außerdem werden ich bei vielen anderen Gelegenheit das Gespräch mit den Menschen suchen“, versicherte sie.

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