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Hagen-Haspe/Altenhagen. Der Mittwochabend (19. Mai) hatte es in sich: Gleich dreimal musste die Polizei massiv einschreiten, um bei Angriffen, Streitereien, Bedrohungen und gefährlichen Körperverletzungen Herr der Lage zu werden.

Mit Messer zugestochen

Tatort eins, die Bebelstraße: Dort hat, so die Schilderung im Presseportal der Polizeibehörde, nach ersten Ermittlungen ein 31-Jähriger seinen 30-Jährigen Nachbarn gegen 20.10 Uhr aufgefordert, mit seiner Familie aus dem Mehrfamilienhaus auszuziehen. Dann ist es zu einem Streit gekommen, bei dem der Jüngere ein Messer gezogen und mehrfach in Richtung seines Kontrahenten gestochen haben soll. Im weiteren Verlauf flüchtete der 30-Jährige zu Fuß aus dem Haus und wurde durch den 31-Jährigen mit dem Auto verfolgt.

Mit Auto auf Passenten losgerast

Nach Angaben von Zeugen fuhr der 31-Jährige auf der Preußerstraße plötzlich quer über vier Fahrstreifen und bremste erst kurz vor dem Gehweg ab. Der 30-jährige Mann musste zur Seite springen, um einen Zusammenstoß zu verhindern, und flüchtete sich zu zwei zufällig anwesenden Passantinnen im Alter von jeweils 28 Jahren. Daraufhin gab der Autofahrer erneut Gas und steuerte in Richtung der Personengruppe. Diese konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite retten.

Mit Schlagstock auf Kontrahenten losgegangen

Der 31-Jährige stieg daraufhin mit einem Schlagstock in der Hand aus seinem Wagen und schlug in Richtung des Verfolgten. Dabei traf er ihn an der Hand und verletzte ihn leicht. Im Anschluss konnten die beiden Passantinnen sowie der 30-Jährige auf den Parkplatz eines Discounters flüchten. Der 31-Jährige nahm mit seinem Auto mit überhöhter Geschwindigkeit erneut die Verfolgung auf. Auf dem Parkplatz verließ er seinen Wagen und verfolgte zu Fuß seinen in den Discounter laufenden Kontrahenten.

Flucht über die Hördenstraße

Nach kurzer Zeit ließ er von ihm ab und ging zurück zu seinem Wagen. Zwischenzeitlich hatte sich eine der 28-jährigen Zeuginnen vor das Auto des Mannes gestellt und ihn aufgefordert, auf die alarmierte Polizei zu warten. Er fuhr daraufhin rückwärts und flüchtete über die Hördenstraße. Innerhalb der Fahndung konnte eine Polizeistreife den Mann zu Fuß in der Bebelstraße antreffen.

Mehrere Ermittlungsverfahren

Seinen Führerschein stellten die Beamten wegen des Verdachtes eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sicher und leiteten ein Ermittlungsverfahren gegen ihn ein. Außerdem verhielt er sich so aggressiv, dass er in das Polizeigewahrsam gebracht wurde. Gegen den 30-Jährigen ermittelt die Hagener Kripo wegen einer versuchten gefährlichen Körperverletzung. Auch er wurde in das Polizeigewahrsam gebracht.

Mehrere Männer schlugen auf 26-Jährige ein

Tatort zwei, erneut die Bebelstraße: Eine Polizeistreife wurde um 22.15 Uhr zu einer Schlägerei gerufen, an der mehrere Personen beteiligt seien; auch ein Schuss sei gefallen. Am Einsatzort trafen die Polizisten auf eine 36-jährige Frau, die angab, kurz zuvor mit dem Taxi aus dem Krankenhaus gekommen zu sein. Nachdem sie ausgestiegen sei, seien plötzlich mehrere – ihr unbekannte – Männer auf sie zukommen und hätten sie grundlos geschlagen sowie an den Haaren gerissen. Bei dem Vorfall verletzte sich die Frau leicht am Hinterkopf.

Fünf Flüchtende in Polizeigewahrsam

Ein unbeteiligter 35-jähriger Zeuge, so der Polizeibericht, habe die Auseinandersetzung aus seiner Wohnung beobachten können und sei der Frau zu Hilfe gekommen. Er rannte mit einer Schreckschusswaffe in der Hand aus der Wohnung und schoss in die Luft. Daraufhin sind die Männer in mehrere Richtungen geflüchtet. Innerhalb der Fahndung trafen die Polizisten auf fünf flüchtenden Männer. Sie wurden zur Verhinderung weiterer Straftaten ins Polizeigewahrsam gebracht. Außerdem ermittelt die Hagener Kripo wegen der Beteiligung an einer Schlägerei gegen sie. Der 35-jährige Zeuge wurde wegen Verstoßes gegen des Waffengesetz angezeigt.

„Ich mache sie kaputt!“

Tatort drei, Altenhagener Straße: Ein 29-jähriger Hagener randalierte vor der Wohnungstür seiner Lebensgefährtin an der Altenhagener Straße. Im Pressebericht der Polizeibehörde heißt es: „Beim Eintreffen der Polizisten um 20.50 Uhr klopfte er gegen die Tür der Frau und schrie lautstark ,Ich mache sie kaputt!‘. Zur Verhinderung von Straftaten sollte der Mann, der derzeit eine Bewährungsstrafe verbüßt, in das Hagener Polizeigewahrsam gebracht werden. Beim Verlassen des Mehrfamilienhauses riss er sich plötzlich los und versuchte, die Polizisten anzuspucken. Zudem trat er mehrfach gezielt zu und musste durch vier Polizeibeamte gefesselt werden. Bei den Tritten verletzte sich ein Polizeikommissar leicht. Auf dem Wege in das Polizeigewahrsam beleidigte der 29-Jährige die Beamten massiv. Auf ihn kommt nun eine Strafanzeige wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zu.“

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