Chef gesucht: In über 3000 Unternehmen in Südwestfalen stehen bis 2018 Nachfolgeregelungen. Foto: pixabay.com

Südwestfalen. In über 3.000 Unternehmen mit insgesamt ca. 18.000 Beschäftigten stehen bis 2018 Nachfolgeregelungen an. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des von der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) erstellten Nachfolge-Reports. „Um die Arbeitsplätze, die an diese Unternehmen gebunden sind, zu erhalten, ist eine gute Vorbereitung für eine reibungslos verlaufende Übergabe unabdingbar“, betont SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. h. c. Hans-Peter Rapp-Frick.

Jeder Unternehmer muss sich irgendwann mit dem Thema seiner Nachfolge befassen und einen Zeitpunkt für die Übergabe festlegen. „Einen geeigneten Nachfolge-Kandidaten zu finden, erweist sich oft als schwieriger und langwieriger als häufig angenommen“, so Rapp-Frick.

SIHK hat sich einen Überblick verschafft

Was aber tun, wenn kein Nachfolger in Sicht ist? Die Beratung und Begleitung bei Unternehmensnachfolgen ist daher ein Schwerpunktthema der SIHK zu Hagen. „Um unser Angebot noch passgenauer zu gestalten, haben wir eine Umfrage gestartet, um uns einen Überblick über die Nachfolgesituation zu verschaffen“, erklärt der SIHK-Hauptgeschäftsführer.

Wesentliche Schwerpunkte waren hierbei der Informations- und Beratungsbedarf sowie Fragen zu Vorüberlegungen und zur konkreten Planung hinsichtlich des Übergabeprozesses. Die Umfrage hatte zusätzlich das Ziel, die Unternehmerinnen und Unternehmer im Kammerbezirk für dieses Thema zu sensibilisieren.

Potenzielle Bewerber schwer zu finden

Diese Ergebnisse sind nunmehr Grundlage für den aktuellen „Nachfolgereport“. Dabei wird deutlich: Der Beratungs- und Informationsbedarf im Hinblick auf die Unternehmensnachfolge im SIHK-Bezirk ist groß und eine Unternehmensnachfolge gestaltet sich oft schwierig und langwierig, denn potenzielle Bewerber sind nur schwer zu finden.

Notfall-Handbuch der SIHK

„Erschreckend ist aber die Erkenntnis, dass sich altersunabhängig 67 Prozent der Geschäftsführer noch nicht damit auseinandergesetzt haben, was bei plötzlichem Ausfall durch Krankheit oder Tod mit dem Unternehmen passiert. So besitzen nur ca. die Hälfte der Befragten ein Testament oder eine Vorsorgevollmacht und nur ca. 16 Prozent ein Notfall-Handbuch“, so Dr. h. c. Hans-Peter Rapp-Frick. Das SIHK-Notfall-Handbuch kann unter www.sihk.de, Dokumentennummer 2582436 heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zur Unternehmensnachfolge beantworten bei der SIHK zu Hagen Franz Auer unter Telefon 02331 390-291 oder Bettina Michutta unter Telefon 02331 390-284.

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