Hagen (ots) – Große Aufregung am Mittwochabend, gegen 22.00 Uhr, in der Hagener Innenstadt: Ein 24-jähriger Hagener hielt sich auf dem Friedrich-Ebert-Platz auf und bedrohte plötzlich eine vorbeigehende Gruppe von sechs jungen Leuten (17 bis 23 Jahre) mit einer täuschend echt aussehenden Schreckschusspistole.

Er forderte sie auf weiterzugehen und ging selbst in Richtung eines dortigen Cafés. Unmittelbar davor sprach der 24-Jährige vier junge Frauen im Alter von 18 bis 23 Jahren an und forderte sie auf so schnell wie möglich in das Café zu gehen und die Polizei zu alarmieren. Im Anschluss feuerte er mehrere Schüsse in Richtung der Volme-Galerie ab und hielt seine Waffe kurz danach bedrohlich in Richtung des sehr verängstigten Quartetts.

Eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife wurde durch die zuerst bedrohte Personengruppe auf die Situation aufmerksam gemacht und traf in Höhe eines Herrenbekleidungsgeschäfts, unmittelbar auf dem Friedrich-Ebert-Platz, auf den Täter. Dieser hielt die schwarze Schreckschusswaffe in der Hand und richtete sie auf die beiden Polizisten.

Unter Androhung des Schusswaffengebrauchs forderten die Beamten den 24-Jährigen auf seine Waffe auf den Boden zu legen. Dieser Aufforderung kam er nicht nach und hielt sich die Schreckschusspistole an seinen Kopf. Dabei forderte er die beiden Polizeikommissare auf, ihm in den Kopf zu schießen.

Durch Unterstützungskräfte konnte der Täter kurze Zeit später von hinten zu Boden gebracht und mit Handschellen gefesselt werden. Der deutliche alkoholisierte 24-Jährige musste zur psychiatrischen Abklärung mit einem Rettungswagen in ein Hagener Krankenhaus gebracht werden.

Die Schreckschusswaffe stellten die Beamten sicher. Dabei handelte es sich um den Nachbau einer Polizeidienstwaffe Walther P99 (Foto). Eine Berechtigung zum Führen der Pistole konnte der 24-Jährige nicht nachweisen. Das Motiv für seine Tat ist derzeit unbekannt und Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.

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