Das Bild zeigt von links: Klaus Ebbing, Volker Holländer, Stefan Tertel, Hans-Jürgen Vormschlag und Lothar Buddinger. Foto: Holke/Märkischer Kreis

MK (pmk) – Zufrieden blicken Klaus Ebbing, Volker Holländer, Hans-Jürgen Vormschlag, Stefan Tertel und Lothar Buddinger als Leiter der an der Ambulanten Rehabilitation beteiligten Suchtberatungsstellen auf das Jahr 2013 zurück. 240 Menschen aus dem Märkischen Kreis haben Angebote zur ambulanten Rehabilitation für Suchtkranke genutzt. Die wohnortnah an verschiedenen Standorten im Kreis durchgeführte ambulante Rehabilitation wird von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beteiligten Beratungsstellen durchgeführt.



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In Gruppen- und Einzelsitzungen werden mit den abhängigkeitskranken Rehabilitanden individuelle Wege zum suchtmittelfreien Leben erarbeitet. Die ambulante Rehabilitation dauert zwischen einem halben und einem Jahr. Ein bis zwei Sitzungen wöchentlich sind die Regel“, erläutert Hans-Jürgen Vormschlag, Leiter des Diakonischen Werkes Lüdenscheid – Plettenberg. Für die rund 24.000 abhängigkeitskranken Menschen ist damit ein weiterer wichtiger Bestandteil des Suchthilfesystems im Märkischen Kreis direkt vor Ort verfügbar.

Die Standorte der ambulanten Rehabilitation sind in Lüdenscheid, Plettenberg und Menden. Darüber hinaus bietet ARS MK in Iserlohn, Menden, Plettenberg und Lüdenscheid Nachsorgegruppen an. In diesen Gruppen können Menschen, die ihre Rehabilitation in stationären Einrichtungen außerhalb des Kreises absolviert haben, die gewonnenen Erkenntnisse in ihrem gewohnten sozialen Umfeld umsetzen und sich soweit stabilisieren, dass ein suchtmittelfreies Leben möglich ist.

Bevor eine ambulante oder stationäre Rehabilitationsmaßnahme greifen kann, steht in der Regel eine auf die individuellen Bedürfnisse angepasste Beratung durch die Suchtberatungsstellen im Märkischen Kreis. Rund 2.300 Klienten haben im letzten Jahr den Weg in die Suchtberatungsstellen gefunden. Wie Stefan Tertel, Geschäftsführer der Anonymen Drogenberatung, weiß, ist es oft zunächst der Druck des sozialen Umfeldes – seien es Familienangehörige, Arbeitskollegen, Freunde oder Bekannte – der dazu führt, dass die Betroffenen in der Beratungsstelle vorsprechen. Neben den Suchtberatungsstellen und der Ambulanten Rehabilitation für suchtkranke Menschen spielen die Selbsthilfegruppen, das betreute Wohnen für suchtkranke Menschen sowie die beiden psychiatrischen Kliniken mit ihrer suchtspezifischen Behandlung weitere wesentliche Rollen im Versorgungssystem des Märkischen Kreises. „Eine enge Zusammenarbeit der Institutionen ist für eine erfolgreiche Arbeit unumgänglich“, so Volker Holländer, Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr.
Lothar Buddinger, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes und Psychiatriekoordinator des Märkischen Kreises ist sich mit den Geschäftsführern der anderen beteiligten Institutionen einig, dass für die Zukunft die Themen Spielsucht, Internetsucht, Sucht im Alter sowie Methadonsubstitution für heroinabhängige Menschen von großer Wichtigkeit sein werden.

In gemeinsamer Verantwortung für die Versorgung suchtkranker Menschen haben sich die Suchtberatungsstellen im Märkischen Kreis im Jahre 2008 über Konfessions- und Institutsgrenzen hinweg zur „Ambulanten Rehabilitation Suchtkranker Menschen im Märkischen Kreis“ (ARS MK) zusammengeschlossen. Informationen zur „Ambulanten Rehabilitation“ sind in der Geschäftsstelle der ARS MK beim Diakonischen Werk Lüdenscheid – Plettenberg, Bahnhofstraße 25, 58840 Plettenberg, Tel. 02391/9540-20 oder bei den einzelnen beteiligten Beratungsstellen erhältlich.

Beteiligte Beratungsstellen :

• Sozialpsychiatrischer Dienst Lüdenscheid, Werdohler Straße 30,
Tel. 02351/966-7610.

• Diakonisches Werk Lüdenscheid-Plettenberg
in Plettenberg, Bahnhofstraße 27, Tel. 02391/9540-20 sowie
in Lüdenscheid, Heedfelder Straße 22, Tel. 02351/907457.

• Ökumenische Suchtberatung Menden, Westwall 19, Tel. 02373/2688.

• Caritas Suchtberatung Iserlohn, Karlstraße 15, Tel. 02371/818619.

• Anonyme Drogenberatung Iserlohn, Am Dicken Turm 9, Tel. 02371/29777.

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