MT-ABC-Gespraech (v. r. n. l): Michaela Trzecinski, Leiterin des Geschäftsbereichs Schule, Ausbildung & Beruf bei der agentur mark im Gespräch mit Hans-Jürgen Barth, Ausbildungsleiter bei Altenloh, Brinck & CO GmbH & Co KG, und Aboubakar Fofana.

Hagen. Insgesamt 122 Aussteller aus den Bereichen Industrie, Dienstleistung, Einzelhandel und Handwerk präsentierten sich am Freitag bei der fünften Ausbildungsmesse im Gewerbegebiet Kückelhausen. Ebenfalls vertreten waren Behörden wie Finanzamt und Polizei, die Industrie- und Handelskammer, Arbeitgeberverbände und Bildungsträger. Die Agentur für Arbeit war ebenfalls mit einem großen Infostand vor Ort.

Bei der Eröffnung bedankte sich Kirsten Kling, Geschäftsführerin der agentur mark GmbH, auch im Namen der Mitveranstalter Kreishandwerkerschaft Hagen, Märkischer Arbeitgeberverband e. V. (MAV) und Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) für die finanzielle und konzeptionelle Unterstützung der Agentur für Arbeit Hagen und das Sponsoring der Sparda-Bank West eG.

Verknüpfung mit Landesinitiative

Sie hob hervor, dass die Messe trotz langjähriger Erfahrung keine Routine sei, sondern sich weiterentwickeln müsse. So seien die Vorbereitungsveranstaltungen in Schulen neu organisiert worden, um eine enge Verknüpfung mit der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ zu gewährleisten. Eingebunden seien jetzt einige der Träger, die im Rahmen der Potenzialanalysen an den Schulen tätig sind und daher viele Schüler bereits kennen. Die Veranstalter erhoffen sich davon eine noch bessere Vorbereitung der Jugendlichen.

Erstmals wurde die Messe auch in türkischer und arabischer Sprache beworben, um Jugendliche und Eltern mit Migrationshintergrund zu erreichen. Zur Unterstützung und um die Sprachbarriere zu senken, seien einige von der KAUSA Servicestelle Hagen ausgebildete Elternlotsen aus Migrantenorganisationen auf der Messe zugegen, so Kirsten Kling.

Weiterführende Angebote machen

Kirsten Kling: „Die eigentliche Herausforderung für die Unternehmen bleibt es aber, den Kontakt zu den Jugendlichen zu halten, die sie auf der Messe kennengelernt haben.“

Sie appellierte daher an die anwesenden Vertreter der Wirtschaft, der Kammern, des Handwerks und der Hagener Berufskollegs, die Unternehmen dazu zu ermutigen, den Schülerinnen und Schülern weiterführende Angebote wie z. B. Praktika zu machen.

In seinem anschließenden Grußwort betonte Oberbürgermeister Erik. O. Schulz, wie wichtig es sei, jungen Leuten die Möglichkeiten und die Bedeutung einer dualen Ausbildung nahezubringen. Der demografische Wandel und der Wunsch vieler Jugendlicher, das Abitur zu machen, erschwere es der Wirtschaft, geeigneten Nachwuchs zu finden.

OB: Alle sollen die passende Stelle finden

Die Messe sei daher ein gutes Format, die jungen Leute für eine duale Ausbildung zu gewinnen. Schulz: „Wir müssen uns verstärkt auch um die jungen Leute bemühen, die weniger gute Chancen haben, aus eigenen Kräften einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Wir alle sind dafür verantwortlich, dass jeder Jugendliche in Hagen einen Ausbildungsplatz findet, der zu ihm passt.“

Bürokratie ein Hindernis

Anschließend stellten Achim Stolle, Marketingleiter bei thyssenkrupp Hohenlimburg GmbH, und Hans-Jürgen Barth, Ausbildungsleiter bei Altenloh, Brinck & CO GmbH & Co KG. In Gevelsberg, die Projekte ihrer Unternehmen zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung vor. Durch die Sprachbarriere, aber auch durch bürokratische Hindernisse sei dies eine besondere Herausforderung, so Barth.

Kostenloser Transfer von der Schule zur Messe

Am Vormittag besuchten rund 2.300 Schüler von 24 Hagener Haupt-, Gesamt-, Förder- und Realschulen, Gymnasien und Berufskollegs die Ausbildungsmesse. Für die angemeldeten Schulen war wie im vergangenen Jahr ein kostenloser Transfer von der Schule zur Messe und wieder zurück durch die Hagener Verkehrsbetriebe eingerichtet. Nachmittags hatte die Messe für die breite Öffentlichkeit geöffnet.

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