Start Heitmanns Musikecke 200 Worte über Unzucht und „Widerstand“

200 Worte über Unzucht und „Widerstand“

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2009 gegründet ist die Hannoveraner Band Unzucht schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr in der schwarzen (und) Rockszene. Nachdem vier Studioalben ihren Weg pflastern, wovon das letzte Werk „Neuntöter“ Platz 16 der deutschen Albumcharts eroberte, hat das Quartett mit „Widerstand“ nun das erste Livealbum veröffentlicht. Aufgenommen im Hamburger Knust ist das letzte Studioalbum ein nicht unwesentlicher Bestandteil dieser Scheibe.

Wenn bei Livealben oftmals kritisiert wird, dass eben genau dieser Sound, dieses Erlebnis in der Musik untergeht, braucht man hier keine Bedenken haben. Der Sound ist satt und kraftvoll. Von der ersten Minute und dem Opener „Der dunkle See“ wiegt die Welle im Wechselspiel zwischen Bühne und Publikum hin und her. Es ist auffällig, wie früh der Funke auf das Publikum überspringt und welches sich sehr gerne vom Enthusiasmus der Musiker anstecken lässt.

Stücke wie „Lava“, „Deine Zeit läuft ab“, „Kind von Traurigkeit“ oder „Ein Wort fliegt wie ein Stein“ sind sicherlich die Highlights auf einem absolut ausgewogenen Album, bei dem es nur bei „Kettenhund“ einen leichten Durchhänger gibt.

Dazu gibt es den ganzen Spaß dann noch audiovisuell als DVD, ergänzt um drei weitere Stücke. Unzucht bieten mit dieser Zusammenstellung eine ideale Retrospektive auf die zurückliegenden acht Jahre. Absolut lohnenswert.

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Favoriten: Lava, Der dunkle See, Kind von Traurigkeit

Für Freunde von: Letzte Instanz, Maerzfeld, Eisbrecher

Veröffentlichung: Das Album ist bereits erschienen

zu Hause: http://www.unzucht-music.com/

Bewertung: 9 von 10 Punkte

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