Musikschule
Den alten Musikschulstandort wird die VHS Lüdenscheid übernehmen. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Der geplante Neubau der Musikschule auf dem Staberg-Parkplatz ist ein Vorhaben, für das sich Architekten aus ganz Europa interessieren. 236 Büros haben sich nach der Veröffentlichung der Teilnahmevoraussetzzungen und –hindernisse und des Bewerbungsverfahrens im EU-Amtsblatt für das Projekt beworben. „Eine gute Zahl“, sagt Martin Bärwolf, Fachbereichsleiter Planen und Bauen bei der Stadt Lüdenscheid. Allerdings: Nur 20 kommen in die engere Auswahl und werden gebeten, ihre Planungen einzureichen.

„Fünf Büros sind gesetzt“, berichtete Heike Müller von der Projektstelle Licht- und Stadtgestaltung am Donnerstag bei der Vorstellung des Wettbewerbs. „Weitere 15 Büros werden am 31. Mai hinzugelost.“ Sinnigerweise durch Mitglieder des Fördervereins der städtischen Musikschule und unter Aufsicht eines Notars.

Fünf Wettbewerbsteilnehmer sind gesetzt

Unter den fünf gesetzten Wettbewerbsteilnehmern befinden sich Büros, die sich bereits bei Bildungsbauten in der Region ausgezeichnet haben. Dazu zählen Kaldewey, Wortmann, Architekten Partnerschaftsgesellschaft mbB (Lüdenscheid) und fun architekten ingenieure (Herford). Kaldewey Wortmann haben den Phänomenta-Neubau inklusive Turm gestemmt. Die Herforder Baumeister sind für Um- und Neubau der Primusschule in Schalksmühle zuständig. „Die fünf gesetzten Büros haben ihre Teilnahme zugesagt“, bestätigte Gudrun Abendroth (ZGW). Sie hat die Projektleitung Hochbau beim Integrierten Handlungskonzept Altstadt übernommen.

Millionen-Projekt mit hoher Priorität

Gudrun Abendroth, Projektleiterin Hochbau beim IHK Altstadt (links) und Heike Müller, Projektstelle Licht- und Stadtgestaltung, haben den Wettbewerb vorbereitet. Foto: Wolfgang Teipel
Gudrun Abendroth, Projektleiterin Hochbau beim IHK Altstadt (links) und Heike Müller, Projektstelle Licht- und Stadtgestaltung, haben den Wettbewerb vorbereitet. Foto: Wolfgang Teipel

Das Millionen-Projekt Musikschul-Neubau ist für die Stadt Lüdenscheid eine große Sache. „Alle Abteilungen, die irgendwie mit Bauen befasst sind, haben an der Auslobung des Wettbewerbs mitgearbeitet“, betonte Martin Bärwolf. Er unterstrich, dass in der Politik ein großer Rückhalt für das Projekt zu spüren sei, Nach der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Stadtplanung und Umwelt, Bau und Verkehr sowie Schule und Sport. Am Mittwoch könne sich die Verwaltung auf eine breite Mehrheit stützen. „Alle Befürworter des Handlungskonzeptes Altstadt stehen auch hinter den Musikschulplänen“, sagte Martin Bärwolf. Beraten wurde in nicht-öffentlicher Sitzung, da vor dem 15. Juni aus vergaberechtlichen Gründen keine Informationen an die Öffentlichkeit gelangen dürfen. Am 15. Juni werden die Unterlagen an die Wettbewerbsteilnehmer verschickt.

Vorplanungen und Modelle bis Mitte August

Sie haben dann eine sportliche Aufgabe zu bewältigen. Sie müssen bis Mitte August ihre Vorplanungen inklusive Modell einreichen. Später werden dann die Sachpreisrichter sowie die Fachpreisrichter insbesondere vier Kriterien intensiv prüfen. Dabei geht es um die architektonische Gestaltqualität, die funktionale Qualität und die Realisierbarkeit, die Wirtschaftlichkeit und die Einhaltung des Kostenrahmens sowie die Nachhaltigkeit der Konzeption.

Der Staberg-Parkplatz: Hier soll das neue Musikschul-Gebäude errichtet werden. Foto: Wolfgang Teipel
Der Staberg-Parkplatz: Hier soll das neue Musikschul-Gebäude errichtet werden. Foto: Wolfgang Teipel

„Das ist für die beteiligten Büros eine teure Auftragsakquise“, erläuterte Heike Müller. Die Wettbewerbssumme von insgesamt 35.500 Euro entspreche einem Vorplanungshonorar für ein derartiges Projekt. Dieser Betrag soll sich wie folgt aufteilen: 1. Preis: 14.500 Euro, 2. Preis: 9.500 Euro, 3. Preis: 5.500 Euro sowie zwei Anerkennung in Höhe von jeweils 3.500 Euro.

Jury tagt am 14. September

Diese Preise werden bei der Tagung des Preisgerichtes am 14. September vergeben. Mit dem Gewinner des Wettbewerbs schließt die Stadt anschließend einen Vertrag über die Ausführungsplanung. Martin Bärwolf geht davon aus, dass der notwendige Förderantrag zügig vorgelegt werden kann und ein vorzeitiger Maßnahmebeginn ab 1. Dezember 2017 möglich ist. „Nach dem Stand von heute wollen wir 2018/2019 bauen“, bekräftigte Gudrun Abendroth.

Das Preisgericht:

Sachpreisrichter sind Ratsherr Björn Weiß (Vorsitzender des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt), Ratherr Jens Holzrichter (Vorsitzender der Bau- und Verkehrsausschusses), Ratsherr Jens Voß (Vorsitzender des Schul- und Sportausschusses) und Frank Kuschmirtz (Betriebsleiter Zentrale gebäudewirtschaft).

Fachpreisrichter sind Peter Börner (Köln), Prof. Xaver Egger (Berlin), Dagmar Grothe (Ahaus), Martin Halfmann (Köln) und Martin Bärwolf (Fachbereichsleiter Planen und Bauen, Lüdenscheid).

Als Sachverständige ohne Stimmrecht werden Musikschulleiter Franz Schulte-Huermann und ein Fachingenieur für Akustik hinzugezogen.

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