Die Gleichstellungsbeauftragte Wiebke Grüne und ihr Netzwerk luden zur Infobörse "Frau und Beruf" in die VHS Lüdenscheid ein. Fotos: Kannenberg

Lüdenscheid. Am Samstag, 13.6. fand die 2. Infobörse „Frau und Beruf“ in der VHS in der Innenstadt statt. Dazu hatten sich die unterschiedlichsten Fachberaterinnen unter der Leitung der Gleichstellungsbeauftragten Wiebke Grüne zur Verfügung gestellt, um denjenigen Frauen, die nach einer Pause welcher Art auch immer wieder ins Berufsleben einsteigen möchten, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Fachberaterinnen verstehen sich als Netzwerk

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Der Wiedereinstieg in den Beruf eröffnet ein breites Spektrum von Möglichkeiten. Es gab Beratungsangebote zu den unterschiedlichsten Themen.

Die Beraterinnen verstehen sich dabei als Netzwerk, dem es gemeinsam möglich ist, auf die ganz unterschiedlichen Fragen und Bedürfisse der Frauen einzugehen. Von der Kinderbetreuung bis zum Thema Fortbildung, sei´s zu dem wichtigen Thema, „wie finanziere ich mich“ bis hin zur geplanten Selbstständigkeit, standen die jeweiligen Fachfrauen den Ratsuchenden einen ganzen Vormittag lang zur Verfügung.

Auch für anerkannte Asylantenfrauen oder sonstige zugewanderte Frauen, die ihre Qualifikationen anerkannt haben wollen, um in Deutschland ihren Beruf ausüben zu können, waren Fachberaterinnen mit fundiertem Wissen vor Ort anwesend, die ihnen zeigten, welchen Weg sie dafür einschlagen müssen.

Kompaktes Beratungsangebot

Die Frauen fühlten sich gut aufgehoben bei den engagierten Beraterinnen.
Die Frauen fühlten sich gut aufgehoben bei den engagierten Beraterinnen.

Die Infobörse bietet Frauen ein kompaktes Beratungsangebot unterschiedlicher Träger und Ausrichtungen, die es normalerweise so gemeinsam und an einer Stelle nicht gibt. Statt von Amt zu Amt zu laufen und vielleicht fünf oder sechs unterschiedliche Termine machen zu müssen, bietet sich an diesem einen Tag im Jahr den Frauen die Möglichkeit, alle Angebote, die sich mit dem Thema „Wiedereinstieg“ beschäftigen räumlich beisammen vorzufinden.

Dieses Angebot ist als Kennenlern-Angebot gedacht. Viele der Frauen, die diesen Tag nutzten, machten an fast jeder vorhandenen Beratungs-Station einmal Halt und hatten jeweils ein informatives Gespräch mit den Fachberaterinnen, die sich viel Zeit nahmen, um auf die besondere Problematik der einzelnen Frau einzugehen. Interessant auch, dass es Frauen jeder Altersklasse waren, die das Gespräch suchten.

Unterschiedlichste Lebenssituationen

Es gab auch Männer, den Wiedereinstieg in den Beruf suchen. Sie wurden gleich mitberaten. mitberaten.
Es gab auch Männer, den Wiedereinstieg in den Beruf suchen. Sie wurden gleich mitberaten. Da war „Frau“ nicht kleinlich.

Von der jungen Mama, die sich für eine Teilzeitausbildungsstelle interessiert, Frauen in Trennungssituationen, die den Wiedereinstieg mit mehreren Kindern in ihren Beruf suchen bis hin zur Frauen in mittleren Jahren, die sich nach einem längeren Angestelltenleben jetzt noch einmal selbstständig machen wollen, war alles an Ratsuchenden vorhanden, was man sich landläufig vorstellen kann.

Die vielen unterschiedlichen Lebenssituationen der Frauen erfordern eine sehr individuelle Beratung. Sogar ein Mann verirrte sich in den Infotag für Frauen und wurde gern mitberaten. So sehr unterscheidet sich die heutige Arbeitswelt von Männern und Frauen dann eben doch glücklicherweise nicht mehr. Es gibt auch immer mehr Männer, die nach Kindererziehungszeiten oder der Pflege von Angehörigen den Wiedereinstieg in den Beruf suchen und sich noch einmal ganz neu orientieren.

Ins Leben gerufen wurde das ganze von der Gleichstellungsbeauftragten Wiebke Grüne, die auf Grund ihrer Kompetenz eigene Beratungs-Schwerpunkte ins Leben rufen darf. Die „Infobörse Frau und Beruf“ findet ihrer Aussage nach in vielen Kommunen schon länger mit Erfolg statt. So setzte sie sich mit den Verantwortlichen der Beratungsangebote für Frauen der Stadt zusammen und man war sich schnell einig, dass es sinnvoll sei, auch in Lüdenscheid so einen Tag anzubieten.

Seit 2014 Infobörse in Lüdenscheid

Jede Frau will individuell gesehen und beraten werden.
Jede Frau will individuell gesehen und beraten werden.
Gut ausgebildete und kompetente Fachberaterinnen. Hier: Bettina Schneider vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf der Märkischen Region (agenturmark).
Gut ausgebildete und kompetente Fachberaterinnen. Hier: Bettina Schneider vom „Kompetenzzentrum Frau und Beruf der Märkischen Region (agenturmark)“.

2014 fand der Infotag dann so erfolgreich das erste Mal statt, dass man diesen im nächsten Jahr nun wiederholte.

Dieses Angebot entspricht nicht nur dem gesellschaftlichen Bedarf, Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf so einfach wie möglich zu machen, sondern ist auch der Tatsache geschuldet, dass noch viel zu wenige Frauen überhaupt wissen, dass Hilfe möglich ist und es sogar extra eine Gleichstellungsbeauftragte für Frauen im Lüdenscheider Rathaus gibt. Bei ihr laufen quasi alle Informationen, wer, wann, wo helfen kann zusammen. Dieser besondere Infotag ist daher sinnvoll und angemessen. Und sollte deutlich öfter als einmal im Jahr stattfinden.

Wer Fragen hat zum Thema und nicht weiß, wie es möglich sein könnte, trotz Kindern, Familie, fortgeschrittenem Alter, Behinderung oder sonstigen scheinbaren Handicaps den Weg in eine Berufstätigkeit zurück zu finden, ist bei Wiebke Grüne an der richtigen Stelle und sollte sich von ihr beraten lassen.

Sie und ihr Netzwerk aus engagierten Fachberaterinnen finden sicher für jede Frau und deren spezieller Problematik den richtigen Weg. Frau Grüne kann man unter folgender E-Mail Adresse erreichen, um einen Termin zu vereinbaren: wiebke.gruene@luedenscheid.de oder einfach per Telefon: 02351 171680.

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