Plettenberg – Um Wartungsarbeiten an einer Wasserkraftanlage durchführen zu können, musste in Plettenberg ein Teil des Obergrabens der Lenne abgelassen werden. Das teilte der Märkische Kreis mit. In dem Fluss ist eine Vielzahl von Fischen beheimatet, die sterben würden, wenn das angestaute Wasser abgelassen wird. Um diese umzusiedeln und zu retten, trafen sich fünfzehn Angler des Fischereivereins „AC Forelle Eiringhausen“. Begleitet wurde die Maßnahme von der Unteren Jagd- und Fischereibehörde des Märkischen Kreises, die für die Einhaltung der fischereirechtlichen Bestimmungen zuständig ist.



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Als erstes lief die Fischtreppe, eine künstlich angelegte Anlage, um den Fischen den Aufstieg gegen die Strömung in der Lenne zu ermöglichen, trocken. Mehrfach wurden die unzähligen Felsspalten nach zurück gebliebenen Fischen abgesucht und diese von Hand in Eimern gesammelt und unterhalb der Fischtreppe zurück in die Lenne gesetzt.

Die noch verbliebenen Fische wurden mit Hilfe eines Elektrofischereigerätes kurzzeitig im Wasser betäubt und aus dem Fluss genommen. Nach wenigen Sekunden schwammen Bachforellen und Eschen, ohne Schaden genommen zu haben, wieder munter im Sammeleimer und wurden kurze Zeit später unterhalb der Wasserkraftanlage wieder in die Lenne entlassen. Um diese Form der Befischung durchführen zu können, sind im Vorfeld ein besonderer Lehrgang und ein vom TÜV geprüftes Gerät notwendig und eine Genehmigung der Unteren Fischereibehörde einzuholen.

Auch hier wurden wieder sämtliche Steinzwischenräume abgesucht, um auch die kleinen Koppen und Neunaugen aus den letzten Winkeln zu sammeln. Für den Kreis war beeindru-ckend zu sehen, dass so viele Menschen ihre Freizeit opfern und sogar Urlaub nehmen, um mehrere Stunden lang Fische von Hand einzusammeln und umzusiedeln. Das ist aktiver Tierschutz, der ohne die Hilfe von vielen Händen der Mitglieder des Fischereivereins nicht machbar ist.

Text / Foto: PMK

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