Der Einsatzort an der Elbinger Straße. Foto: Feuerwehr

Lüdenscheid. (ots) Nach einem Chemieunfall an der Elbinger Straße sind am Dienstag 16 Personen mit Atemwegsreizungen zur weiteren Untersuchung ins Klinikum gebracht worden. Wie die Feuerwehr mitteilt, war in der Umschlaghalle eines Unternehmens am Samstag eine geringe Menge eines Natriumsulfid-Granulats ins Freie gelangt.

Übelriechendes Gas

Unter dem Einfluss der Luftfeuchtigkeit, die in der Halle jedoch eher gering gewesen ist, sei Schwefelwasserstoff entstanden – ein für die Gesundheit gefährliches und übelriechendes Gas, das deutlich nach faulen Eiern stinkt.

Mitarbeiter hatten am Dienstagmorgen um 7.15 Uhr das ausgetretenes Gefahrgut bemerkt und unverzüglich die Feuerwehr alarmiert.

Weitere Reaktion verhindert

Durch Lüftungsmaßnahmen und dem Sichern des ausgetretenen Gefahrgutes konnte die Feuerwehr mit den Kräften der Feuer- und Rettungswache und des Löschzuges Brüninghausen eine weitere Reaktion des Stoffes bzw. ein Ausbreiten der Gefahr ins Freie verhindern. Bis dahin hatten aber einige Mitarbeiter die bereits ausgetretenen Gase eingeatmet. Daher wurde um 7.28 Uhr der Alarm auf „Massenanfall von Verletzten“ erhöht. Dabei wurden zahlreiche Rettungsdienstkräfte aus dem gesamten südlichen Märkischen Kreis inklusive DRK und JUH alarmiert.

Leichte Atemwegsreizungen

Insgesamt wurden 16 betroffene Personen mit leichten Atemwegsreizungen vor Ort ärztlich gesichtet und zu weiteren Untersuchungen dem Klinikum Lüdenscheid zugeführt. Die Schadstoffkonzentration, so die Feuerwehr, soll eher gering gewesen sein. Der Einsatz konnte für die meisten Einsatzkräfte gegen 9.30 Uhr abgeschlossen werden. Die Polizei und das zuständige Amt für Arbeitsschutz ermitteln weiter. Während des Einsatzes wurde der Brandschutz in der Stadt Lüdenscheid durch die Kräfte des Löschzuges Brügge sichergestellt.

 

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