Das Heeresmusikkorps Kassel gibt das 1. Plettenberger Hospizkonzert am 21. April in der Schützenhalle. Foto: Bundeswehr

Plettenberg. Das Netzwerk Hospizarbeit Plettenberg e.V. und die Volksbank im Märkischen Kreis bringen am 21. April das Heeresmusikkorps Kassel in die gute Stube der Plettenberger Schützengesellschaft. Das seit den 1990er Jahren bereits in Lennestadt erfolgreiche Format des Hospizkonzertes verspricht nun auch für Plettenberg ein musikalischer Höhepunkt zu werden. Der Vorverkauf hat begonnen.

Seit vielen Jahren besteht in Plettenberg der ambulante Hospizdienst des Vereins Netzwerk Hospizarbeit Plettenberg. Dieser Verein kooperiert sehr erfolgreich seit 2015 mit dem St.-Elisabeth-Hospiz in Lennestadt. So werden die ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen aus Plettenberg von Seiten des Hospizes in Lennestadt professionell begleitet und ausgebildet.

Stütze der Öffentlichkeitsarbeit

Seit es in Lennestadt das Hospiz gibt, werden dort Hospizkonzerte veranstaltet. Bereits ab dem Jahr 1991 finden diese ohne Unterbrechung jährlich in der Sauerlandhalle in Altenhundem statt. „Das ist für uns eine ganz wichtige Stütze der Öffentlichkeitsarbeit“, sagt Martin Schäfer, der als Geschäftsführer die Hospizkonzerte ins Leben rief. „So war es für uns logisch, dieses so erfolgreiche Markenzeichen jetzt auch nach Plettenberg zu bringen, um die Öffentlichkeitsarbeit unseres Partnervereins zu stärken.“

Martin Schäfer ist seit der Gründung des St.-Elisabeth-Hospizes vor 27 Jahren dessen ehrenamtlicher Geschäftsführer. Im Zuge der Kooperation mit dem Netzwerk Hospizarbeit in Plettenberg ist er auch dessen Geschäftsführer. Hauptamtliche Unterstützung erhält das Netzwerk durch Barbara Franzen vom St.-Elisabeth-Hospiz, die die Erstgespräche und Koordination durchführt.

Kerstin Liebeskind, Vorsitzende des Netzwerks Hospizarbeit, und Vorstandsmitglied Claudia Schlütter betonen, dass ohne die Unterstützung aus Altenhundem die Aufgaben gar nicht mehr zu bewältigen gewesen wären. Darüber hinaus konnte ein Seminar für Sterbebegleitung durchgeführt werden, das für einen Schub neuer Ehrenamtlicher sorgte. „Zwischen 25 und 30 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Einsatz“, berichtet Kerstin Liebeskind. Die gesamte Arbeit des Netzwerks Hospizarbeit wird durch Spenden finanziert. Insofern hoffen Kerstin Liebeskind und ihre Mitstreiter/-innen auf den Erfolg des 1. Plettenberger Hospizkonzertes.

Klingende Visitenkarte Deutschlands

Mit dem Heeresmusikkorps Kassel konnte eines der bekanntesten und ältesten Musikkorps der Bundeswehr gewonnen werden. Dieses Orchester steht unter der Stabführung von Major Tobias Terhardt, der sich schon sehr auf diesen Einsatz freut. In einem Telefonat teilte er mit, dass das Orchester mit einer professionellen Sängerin auftreten werde, um im zweiten Programmteil viel Musik aus Musicals, Pop und Rock spielen zu können.

Im ersten Teil präsentieren die Kasseler unter anderem die Orchesterfantasie „Weg des Lebens“, die im vergangenen Jahr vom bekannten Berliner Komponisten Siegmund Goldhammer extra für das 25. Jubiläum des St.-Elisabeth-Hospizes komponiert wurde und den Wert des Lebens von der Zeugung bis zum Tod – und zwar auch aus der Sicht Gottes – darstellen soll. Denn das Werk endet nicht mit dem Tod des Menschen, sondern versucht eine Darstellung des „Danach“ zu geben, wenn quasi der Vorhang weggezogen wird und die Seele vor ihrem Schöpfer steht. Bei der Uraufführung in Lennestadt gab es Standing Ovations für dieses Stück.

Starke Partner für gute Sache

Mit Unterstützung der Volksbank im Märkischen Kreis veranstaltet das Netzwerk Hospizarbeit am 21. April das 1. Plettenberger Hospizkonzert mit dem Heeresmusikkorps Kassel. Darauf freuen sich: (v. r.) Kerstin Liebeskind, Claudia Schlütter, Barbara Benner, Karl-Michael Dommes und Martin Schäfer. Foto: Bernhard Schlütter
Mit Unterstützung der Volksbank im Märkischen Kreis veranstaltet das Netzwerk Hospizarbeit am 21. April das 1. Plettenberger Hospizkonzert mit dem Heeresmusikkorps Kassel. Darauf freuen sich: (v. r.) Kerstin Liebeskind, Claudia Schlütter, Barbara Benner, Karl-Michael Dommes und Martin Schäfer. Foto: Bernhard Schlütter

Mit der Volksbank im Märkischen Kreis, der Stadtverwaltung der Stadt Plettenberg sowie der Plettenberger Schützengesellschaft konnten drei starke Partner gewonnen werden, die sich mit großer Begeisterung und Enthusiasmus für diese gute Sache engagieren. „Das Benefizkonzert ist ein kultureller Höhepunkt und Lichtblick“, freut sich Kulturbüroleiterin Barbara Benner. Daher habe Bürgermeister Ulrich Schulte auch sehr gerne die Schirmherrschaft übernommen.

„Wir freuen uns, dieses Erfolgskonzept in Plettenberg mit ermöglicht zu haben und gleichzeitig die örtliche Hospizarbeit zu unterstützen“, beschreibt Karl-Michael Dommes, Vorstandssprecher der Volksbank im Märkischen Kreis, die Motivation seines Hauses im Rahmen des Jubiläums des 100-jährigen Bank-Bestehens das Konzert zu unterstützen.

„Dafür gilt unser besonderer Dank“, betont Schäfer in Richtung aller Beteiligten.

Karten für das 1. Plettenberger Hospizkonzert können ab sofort in den Geschäftsstellen der Volksbank im Märkischen Kreis in Plettenberg, Werdohl, Altena, Meinerzhagen und Lüdenscheid sowie in Plettenberg bei der Hüsken Touristik GmbH, der Buchhandlung Plettendorff und bei Schuh-Brücher zum Preis von 14 € erworben werden. An der Abendkasse kosten sie 18 €.

Das Konzert beginnt am Freitag, 21. April, um 19.30 Uhr, der Einlass eine Stunde früher ab 18.30 Uhr. „Wir empfehlen zeitiges Erscheinen, denn die Plätze sind nicht nummeriert“, weist Martin Schäfer hin.

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