Der 1. Workshop für den kommenden Lüdenscheider Gospelday am 19. September fand in der Ev. Kirchengemeinde Oberrahmede statt. Fotos: Kannenberg

Lüdenscheid. Am Samstag fanden sich in der Evangelischen Kirchengemeinde Oberrahmede ca. 30 Teilnehmer des diesjährigen Lüdenscheider Gospelday-Chores zu einem ersten Workshop zusammen. Unter der musikalischen Leitung von Markus Opderbeck und der organisatorischen Leitung von Jutta Beißner wurden die Lieder, die am Gospelday gesungen werden gemeinsam eingeübt. Eingeladen dazu hatte der Chor Risecorn, der dieses Jahr den Gospelday in Lüdenscheid hauptverantwortlich organisiert.

Sechs Stunden harte Arbeit

Es gibt was zu üben. Und viele sind gekommen.
Es gibt was zu üben. Und viele sind gekommen.

Über einen Zeitraum von sechs Stunden wurde dafür hart gearbeitet. So will nicht nur das offizielle Gospelday-Lied „We are changing the world“ eingeübt werden, sondern insgesamt noch sieben andere Gospel-Songs u.a. aus der Feder von Heinz-Helmut Jost und Hans Christian Jochimsen, dem Begründer des Gospeldays.

Aber auch das bekannte „Kumbaya my Lord“ und „Oh Happy Day“ sind dabei, die auch den dann hoffentlich zahlreichen Besuchern des Gospeldays geläufig sein werden und vor Ort sicher ohne Vorbereitung mitgesungen werden können.

Üben bis zum Abwinken

Schaffen wir das? Wir schaffen das! Björn Bergs, einer der Solisten des Gospeldays und Markus im Gespräch.
Schaffen wir das? Wir schaffen das! Björn Bergs, einer der Solisten des Gospeldays und Markus im Gespräch.

An diesem Samstag wurde jedenfalls geübt bis zum Abwinken. Dass Singen harte Arbeit sein kann, wussten die Anwesenden, die durch ihre Zugehörigkeit zu verschiedenen Chören alle stimmlich gut trainiert sind, eigentlich sowieso schon.

Dass es RICHTIG harte Arbeit werden könnte, dann spätestens nach den ersten vier Stunden Probe. Da machten sich die ersten richtigen Ermüdungserscheinungen bei allen breit, die sich durch den gemeinsamen Ruf „Kaffee, Kaffee, Kaffee“ ausdrückten. Die Küche der Gemeinde wurde gemeinschaftlich gestürmt und nach einer Runde „Koffein für alle“, gings dann mit neuen Kräften weiter.

Markus Opderbeck, der Fels in der Brandung

Er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen: Markus Opderbeck, der musikalische Leiter des neu formierten Chores.
Er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen: Markus Opderbeck, der musikalische Leiter des neu formierten Chores.

Gelegentliche Durchhänger und aufkommende Verzweiflung bei Liedpassagen, die einfach nicht klappen wollten, wurden dabei souverän von Markus Opderbeck, dem Mann am Klavier und musikalischen Leiter aufgefangen.

Er war an diesem Tag der „Fels in der Brandung“. Selten hat wohl jemand so gelassen immer wieder von vorne mit einem Lied angefangen und alles noch einmal genau erklärt, wie Markus seinem Chor. Denn der Chor hatte zwischendurch leichte Panikanfälle, und fragte sich mehr als einmal, ob man das wohl hinbekommen würde.

Man bekam es hin. Nach sechs Stunden wussten alle, dass es zu schaffen ist und die Lieder sitzen werden, wenns drauf ankommt. Zudem war man sich einig, dass es einen zweiten Workshop-Tag geben wird, der via Facebook und Web noch bekannt gegeben wird. Hier können auch noch einmal Sänger/innen einsteigen und mitmachen, die an diesem Samstag verhindert waren.

Der Lüdenscheider Gospelday findet am 19.09. statt

Läuft!
Läuft!
Die ersten fünf Lieder sind geschafft!
Die ersten fünf Lieder sind geschafft!

Der Tag zeichnete sich ansonsten durch eine gute Gemeinschaft aus und der Einigkeit darin, dass dieser Gospelday etwas besonderes werden wird.

Er findet am 19. September mitten auf dem Sternplatz statt und wird um 10 Uhr mit einem großen, bunten Fest beginnen, an dem sich hoffentlich noch viele Lüdenscheider Bürger/innen, Vereine und Verbände beteiligen werden.

Das Thema „Gegen Hunger, Armut und Sklaverei“ ist bei derzeit mehr als 50 Millionen (!) Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, mehr als aktuell und sicher auch der Realität geschuldet, dass dieser Flüchtlingsstrom nicht einfach an uns vorüberziehen wird. Engagement ist von uns allen gefragt. Und ein klares Statement dazu, dass das, was gerade auch im Bereich Sklaverei da vor unser aller Augen vor sich geht, durchaus von uns als Gesellschaft gesehen und abgelehnt wird.

Schirmherrschaft durch Landrat Gemke

Gelegentliche Ermüdungserscheinungen inklusive.
Gelegentliche Ermüdungserscheinungen inklusive.

Der Aktions-Tag wird unter der Schirmherrschaft von Landrat Gemke stehen, aber auch der Bürgermeister und viele Verantwortliche aus Vereinen, Verbänden und Kommunen haben sich bereits angesagt. Um 12 Uhr wird dann gemeinsam ein Zeichen gesetzt, weltweit wohlgemerkt.

In über 20 Nationen wird das speziell für diesen Tag komponierte Lied „We are changing the world“ wie in einem Staffellauf zeitversetzt einmal rund um die Erde gesungen. Schade für jeden, der dieses Ereignis verpasst. Denn hier wird Geschichte geschrieben. So eine Aktion gab es bisher noch nicht. Schon gar nicht eine mit solcher Aussagekraft.

Mitmacher willkommen

Jutta Beißner und Markus Opderbeck, Besprechung zwischendurch musste sein.
Jutta Beißner und Markus Opderbeck, Besprechung zwischendurch musste sein.

Jutta Beißner und ihr Team vom Risecorn-Gospelchor, würden sich über rege Teilnahme, auch und besonders von Flüchtlingsverbänden, Kulturvereinen, Kirchen und allen, die den Tag gemeinsam nutzen wollen, um ein friedliches Zeichen gegen Hunger, Armut und Sklaverei zu setzen, freuen. So träumt das Team z.B. von einer internationalen Tafel, mit Spezialitäten aus den jeweiligen Ländern, aus denen Zuwanderer zu uns gekommen sind.

www.gospelday-luedenscheid.de

Wer sich informieren möchte oder aktiv den Tag durch seinen Beitrag unterstützen möchte, kann Jutta über die Webseite www.gospelday-luedenscheid.de kontakten.

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